„Goodbye“ Neuseeland-, welcome Holland-Blog

Auch die schönste Zeit geht einmal zuende.

Somit kann ich nun, nach nunmehr 1,5 Jahren, 52 geschriebenen und 47 veröffentlichten Artikeln das Kapitel Neuseeland-Blog mit bestem Gewissen abschließen.

Als ich wieder hier in Deutschland angekommen bin, hörte ich von nicht wenigen so etwas wie:“ Hey Juli, schön und gut, dass du jetzt wieder hier bist, aber jetzt können wir ja gar keine Artikel mehr von dir lesen“.

Das überraschte und verwunderte mich im ersten Moment, da ich nicht dachte, das der Blog überhaupt interessieren würde.

Hauptaufgabe des Blogs war es, die Leute, die es interessiert, mit Informationen und skurillen Geschichten zu versorgen. Dabei merkte ich, wie viel Spaß es doch macht, selbst Artikel zu verfassen, und wenn Leute die Artikel dann auch noch gerne lesen, ist das super.

Desweiteren wird es in Holland nicht weniger spannend zugehen, ganz im Gegenteil: kuriose Haussuche, wilde Studentenpartys, aufregende Auslandssemester und zahlreiche kleine, witzige Geschichten werden die Zeit im Nachbarland prägen.

Deswegen wird es auch für Holland so einen Blog geben! Als interaktives Element kultureller Kommunikation! 😀

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr wieder mit dabei seid.

Hier geht’s zum neuen Blog.  Und merke: Der fette Vogel bricht den Ast 😉

—>Holland-Blog <—

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Ein Tag in „Julis Neuseeland“

Dieser Blogeintrag ist NICHT von mir, sondern von meiner guten Freundin Jana (obwohl wir uns noch gar nicht soo lange kennen, danke Jana!), die auch grade in Neuseeland als Work+Travellerin unterwegs ist. Vor ihrer Abreise erzählte ich ihr jedoch viel von meinen Abenteuern und nun hat sie in ihrem eigenen Blog einen besonderen Artikel erstellt, den ich einfach nur „kopiert“ habe, weil ich ihn so schön finde.

Nochmal, den folgenden Artikel hat Jana geschrieben. (janainneuseeland.wordpress.com)

„19. März 2010

Diesen Eintrag widme ich Julian, weil ich mich heute wirklich wie in „seinem“ Neuseeland gefuehlt habe. Juli war genau wie ich nach der Schule knapp ein Jahr in dem Land der Kiwis und hat seine ersten paar Monate in Queenstown verbracht und als Porter in einem ziemlich schicken Hotel gearbeitet.
Schon in Deutschland erzaehlte mir Juli viel von Roque, seinem argentinischen Flatmate und gutem Freund, der nach wie vor in Queenstown wohnt und arbeitet. Als ich auf dem Weg nach Queenstown war, stand fuer mich fest: „Den muss ich treffen und beste Gruesse von Juli ausrichen!“ Schnell die Handynummer von Juli besorgt, Text – Message an Roque gesendet und dann bekam ich gestern auch schon sofort eine Antwort von ihm: „Hello my freund! How are you? Welcome to Qtown! I think I know you, nice to hear u are a friend of Juliano! So would u like to catch up? Cheers Roque = )“ Allein schon das „Hello my freund“ sagte alles fuer mich, deswegen hab ich mich gestern schon den ganzen Tag auf das Treffen heute mit Roque gefreut! Und jaaaaaa Juli, natuerlich haben wir ein Foto zusammen gemacht! :)

[…]

Um halb 6 haben wir uns vor dem „Patagonia Chocolates“ getroffen. Ein kleiner Mann mit langen schwarzen Haaren kam auf mich zu, und ich wusste: „Das ist Roque!“ :D Eine Umarmung spaeter waren wir auch schon sofort in ein Gespraech verwickelt, Roque hat es schon ganz richtig ausgedruckt: Es war, als wuerden wir uns schon ewig kennen. Er meinte immer nur: „Du bist eine Freundin von Juliano, also musst du nett sein!“ Juli, Roque vermisst dich sehr! Er hat mir viel von eurer gemeinsamen Zeit und Philosophie erzaehlt und war richtig am „schwaermen“! :) („I wisch Juli was here…)
Zuerst nahmen wir genuesslich einen sog. „Ferg-Burger“ (world – famous in Queenstown! ;-) ) am Wasser zu uns. Der Ferg – Burger Laden ist jedes Mal so ueberfuellt, dass man seinen Namen angeben muss, um dann ca. eine Viertel Stunde auf seine Bestellung zu warten. Roque hat seinen Namen angegeben, die Frau hinterm Tresen hatte seinen Namen „Rokko“ geschrieben :D Roques Kommentar dazu: „Some Kiwis they even call me something like Rocky! But NO my name is NOT Rocky Balboa! ROQUE!“ :D :D :D Lustisch.

Nachdem ich Roque von meiner Jobsuche erzaehlt habe, fanden wir es gar keine schlechte Idee, doch einfach mal die Application Forms von seiner Hotelkette (das heisst auch der von Julis) an der Reception abzuholen! Das Gute ist naemlich, dass das quasi ein Boss ist, der aber mehrere Hotels fuehrt, das heisst die Application Form ist ein und dieselbe, geht aber durch mehrere Hotels durch! Wer weiss? Vielleicht hab ich ja Glueck und arbeite bald mit Roque zusammen! Also sind wir los zum Hotel gestiefelt – um unteregs in der Kirche anzuhalten. Heute ist naemlich Freitag, das heisst zwei Stunden lang freies Internet! Ein echter Geheimtipp wuerde ich mal sagen, denn es gibt sogar auch noch Trinken und Essen umsonst! Ich hab erstmal nen Muffin und nen Kaffee abgestaubt ;) Von der Atmosphaere her hat mich vieles an die Kirche mit den Westerdaals erinnert. Alle waren total offen, herzlich und einfach nett. Am Eingang lagen Namensschildchen und im Hintergrund liefen die typischen Jesus – Songs wie ich sie aus der St. Albany Church schon gewohnt bin. Roque ist in der Kirche ziemlich „bekannt“, er hat mich als „eine Freundin von Juli“ einigen Leuten vorgestellt – Juli ich sags dir! Die haben dich nicht vergessen! Die verbinden dich alle mit dem Video, was du mit Roque gemacht hast (wenn du dafuer jetzt Werbung machen willst, kannst du das gerne tun! :D ) – denn: Roque und Juli haben in Queenstown ein Musikvideo zu einem der Songs von Iron Maiden gemacht (Roque ist der groesste Fan!), das Schlagzeug im Video steht hier in der Kirche (oh Gott es war so unreal hier zu sein! Alles erinnerte mich daran, als Juli und ich in meinem Zimmer sassen, und dieses Video angeguckt haben!), sowie die Leinwand, auf der sie das Video vor Allen gezeigt haben.
Naechster Stop war wieder „Patagonia Chocolates“ – eigentlich wollte Roque da ja sofort hin, aber ich wollte erst was „Richtiges“. Und BOA! War das lecker! Ich glaube ich habe fast noch nie in meinem Leben so leckeres Eis gegessen (naja ok, an mein geliebtes Miotto in Vegesack kommt es noch nicht ganz ran – huh grad krieg ich voll Hunger auf Spaghetti – Eis mit Schokososse!). Sooooo viel Schokolade! Wir waren beide vollkommen „erschoepft“; Roque wollte mir die ganze Zeit seine Schokolade andrehen, weil er auch nicht mehr konnte, aber puh nee… ZU VIEL! :D Und Jana muss nun mal auch wirklich etwas auf ihre Figur achten, ne?

Den Abend abgerundet haben wir dann noch mit nem Bierchen in einem Pub in der Naehe des Wassers. Echtes Pub – Leben! Viele Leute, Bier, gute Stimmung und eine TOP Live – Band! THE CARTELS. Die haben alles gespielt! Von Kings of Leon, ueber The Killers, The Kooks, MGMT und sogar Tenacious D als Zugabe! Juli, wir haben einmal auf dich angestossen! :)

Das war ein toller Abend. Schade, dass ich morgen ins Fiordland fahre. Also klar, ich freue mich!!! Aber Roque, meinen „kleinen Bruder“, wie er meint, den werde ich schon vermissen! Roque traeumt jetzt schon von dem Tag, an dem wir, er mit Mikro, ich mit Gitarre, uns Freibier in nem Pub erspielen! :D Er hat mir schon alle guten Ramones – Songs aufgeschrieben :D

Skydive-Artikel in der Zivi-Zeitung

VOR einiger Zeit, als ich noch als Zivildienstleistender tätig war und somit auch jeden Monat mir fleißig das „Zivi-Dienst“-Magazin zu Gemüte führte, machte eben dieses deutschlandweit für Zivis erscheinende Magazin einen Aufruf, bitte doch selbstgeschriebene Artikel zu einem eigenen Hobby einzusenden und dafür ein bisschen Geld zu kassieren. Kurz nachgedacht, gesagt, getan. Mein Hobby „Skydiven“ ist da doch wie für gemacht, oder? 😉

Ein bisschen recherchiert, ein bisschen in der Mittagspause getüftelt, und fertig war mein Artikel, den ich auch gleich per mail zum Bundesamt für Zivildienst sendete.

Dann passierte 3 Monate lang ersteinmal gar nichts. In der Zeit vergaß ich schon wieder, jemals diesen Arikel geschrieben zu haben. Als ich jedoch eines morgens das neue Magazin auf meinem Schreibtisch fand und noch ganz schlaftrunken und eher lustlos darin herumblätterte, war ich auf einmal wie vom Blitz getroffen. Da waren tatsächlich Bilder und Text von mir über 2 volle Seiten abgedruckt, und das ganze auch noch in einem überaus ansprechendem Design! Gibts ja gar nicht, dacht ich mir. Dass ich in der folgenden Zeit des öfteren von anderen Zivikollegen darauf angesprochen wurde, nahm ich mit einem netten Lächeln entgegen.
Von den 150 Euro vom Bundesamt für Zivildienst ganz zu schweigen 😉

Klick auf die Bilder, um den Artikel in voller Größe zu sehen.


Die Welcome-Party

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Am 16ten Mai 09 stieg im alten Künstler-Atelier in Lemwerder meine Welcome-Party. Es war toll, so viele Leute alle auf einmal wiederzusehen, die man so lange Zeit aus den Augen verloren hatte.

Am Abend gegen sechs waren die ersten Gäste meine Omas und Opas und meine Tante, die mit ihrem Freund und meinen Cousins anreiste. Um halb neun erschienen die ersten „Party-Gäste“ und das Atelier füllte sich mit betrachtlicher Geschwindigkeit. Eine positive Überraschung für mich war das spontane Anreisen der halben LG-Nord, die die vorhergegangenen Stunden noch auf der Deutschen Mannschafts-Meisterschaft zubrachten.

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Das leckere Buffet

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Über den Beamer liefen durchgängig Fotos, manchmal auch Filme

Auf meine Bitte „bring etwas mit, wo du denkst, ich könnte es in Neuseeland vermisst haben“ folgten einige lustige Sachen, wie zum Beispiel eine große Dose Grünkohl, Becks oder ein Spike-Sprintschuh.

Somit lief ich im Laufe des Abends von einem zum anderen, unterhielt mich mit diesem und jenen, wurde hier und da was die Zukunft betrifft auf den neusten Stand gebracht. Ehrlich gesagt verging die Zeit viel zu schnell 😉

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Neues Bewusstsein 2

Zurück in Deutschland: Ich fahre in einer von Zombies gefüllten Straßenbahn, die sich der ANONYMITÄT und anscheinend auch der SCHWEIGEPFLICHT verschrieben haben. Schwarze Gedanken schwirren im Raum und versuchen, mich zu umklammern. Ich versuche so gut es geht, mich zu befreien, doch sie lassen mich nicht los. „Wieso denkst du so schlecht über Deutschland? Wieso fühlst du dich hier nicht mehr richtig Zuhause? Früher war doch alles ok“, frage ich mich immer wieder.

Ausgangssituation: Kaum 3 Wochen bin ich nun schon wieder zurück in Deutschland.

8 Monate wurde mein Leben von grenzenloser FREIHEIT, offener und ehrlicher SYMPATHIE zu anderen Menschen, Lebensstil bedingter ENTSPANNTHEIT und FREUDE an den kleinen Dingen beim „Work+Travel“ in Neuseeland bestimmt.

Mein Flieger landet in Hamburg, ich steige aus, in knallbunter kurzer Hose, Flip-Flops, Muskelshirt, Backpack-Rucksack und Gitarre in der Hand. Hinter und vor mir jeweils 5 Geschäftsmänner, die sich nur in der Farbe der Anzüge, schwarz oder grau, unterscheiden.

Ich gehe weiter und möchte meine insgesamt 4 Gepäckstücke mithilfe eines Rollwagens weitertransportieren. Ich ziehe naiv einen Wagen aus dem Wagenverbund hervor, welcher durch eine Kette gefangen ist und zurückschnellt. Ungläubig schaue ich mir den Wagen genauer an. 1 Euro Gebühr für Benutzung. Welcher EU-Ausländer hat bei seinem ersten Aufenhalt, sei es wie in meinem Falle nach 8 Monaten oder bei einem kompletten Erstaufenhalt, gleich nach dem Austieg aus dem Flugzeug, Münzgeld in der einheimischen Währung parat?! Kreditkarte und in Einzelfällen Scheine, aber Münzgeld! 300 m schleppe ich meine 4 Taschen durch die leere Halle, immer mit dem Gedanken im Hinterkopf:

„Stimmt ja Juli, willkommen zurück in der Service-Wüste Deutschland“.

2 Wochen später.

Nochmal: „Wieso denkst du so schlecht über Deutschland? Wieso fühlst du dich hier nicht mehr richtig Zuhause? Früher war doch alles ok“.

Einer kennt die Anwort, ein großartiger deutscher Schreiber und Gelehrter aus dem 19. Jahrhundert. Denn schon Goethe wusste: „Mit dem Wissen wächst der Zweifel“.

Denn lebte man bisher nur hier, hat man keinen VERGLEICHSWERT, wie ich schon im dem Artikel „Neues Bewusstsein“ anmerkte.

Hierfür fällt mir eine Geschichte meines alten Biologie-Lehrers ein, welcher ein hervorragender Tierkenner ist. Die Situatiuon, dass er eines Abends im afrikanischen Dschungel noch einmal vor die Tür auf das außerhalb liegende Stille Örtchen musste, beschrieb er folgendermaßen: „Es wäre mir lieber gewesen, NICHT die Namen und Tödlichkeit der giftigen und gefährlichen Tiere zu kennen, die sich in diesem Moment an diesem Orte aufhalten“.

NO BRAIN, NO PAIN. Viel Wissen ist automatisch mit großem Schmerz verbunden, wenn erst einmal die Abläufe der Welt, die von menschlicher Grausamkeit und Boshaftigkeit besetzt ist, verstanden werden.

Aber ich möchte nicht zu weit abschweifen. Mein neu erlangtes Wissen ist im Vergleich zum „Welt-Wissen“ unbeschreiblich klein und für die Welt ebenso bedeutungslos. Jedoch habe ich ganz persönlich nur durch dieses neu erlangte Wissen gebunden an den Empirismus, die ERKENNTNIS erlangt, dass ich nicht so wie vorher weiterleben kann/will.

Mit durchschnittlich 7000 Werbemeldungen werden wir jeden einzelnen Tag bombardiert. MANIPULATION?! Keiner fragt mehr, wenige kämpfen noch. Aufgegeben. Vielleicht früher mal. Eine lethargische Masse, ein Einheitsbrei, der mit Scheuklappen gespickt durch das Leben rennt, immer gehetzt, immer voller STRESS.

„Erkenne dich selbst“, beschwört Sokrates die Menschen. Heutzutage guckt der Mensch voller MISSTRAUEN einmal kurz in den Spiegel der Selbsterkenntnis, befindet es abwertig als Zeitverschwendung, rennt gehetzt zum Steuerberater und würgt im Laufen einen Becher Kaffee hinunter.

Dies kann man nicht nur Deutschland anhängen, sondern allen Industriestaaten. Die Globalisierung und der technische Fortschritt haben die Menschen auf der einen Seite unabhängiger, auf der anderen Seite  zu Arbeits-Nomaden gemacht. Die wirtschaftliche Lage lässt keine langfristigen Verträge mehr zu, der WERT der klassischen Familie sinkt extrem, die EXISTENZANGST steigt ins Unermessliche.

Deutschland ist das Land Europas mit den meisten Verkehrsschildern sowie Steuerregeln. Man erstickt im Bürokraten-Sumpf. Durchschnittlich jede vierte Minute verlässt ein Mitbürger Deutschland zwecks Auswanderung.

Einiges mag übertrieben klingen, jedoch stimmen die Fakten und dienen dem Zwecke, AUFMERKSAMKEIT zu erschaffen und dazu zu animieren, mehr seinen EIGENEN Kopf zu benutzen.

Versteht mich nicht falsch, weder hasse ich Deutschland, noch versinke ich in Selbstmitleid, ganz im Gegenteil: Frohen Mutes blicke ich in die Zukunft, denn nun glänzt ein Silberstreif am Horizont, der eine Art späteres Ziel repräsentiert:

„Raus aus Deutschland, und rein ins Leben.“

Julisneuseeland.wordpress.com hilft!

helfen

Ich habe mich entschlossen, aufgrund großer Nachfrage und auch der Tatsache, dass ich gerne helfe, aus julisneuseeland.wordpress.com eine Art Hilfeseite für alle Leute zu machen, die das Thema „Work+Travel“ interessiert und vielleicht selbst einmal ins Ausland möchten.

So werde ich hier alle wichtigen Links, Tipps+Tricks und Sachen, auf die man unbedingt achten muss, verraten. Zu einem Großteil bezieht sich dies auf Ozeanien (Neuseeland und Australien), andererseits stehen auch viele Dinge ganz allgemein im Zeichen des „Backpacking“ oder „Travelling“.

Es wird verschiedene Unterkategorien geben, auf denen viel spannendes und nützliches zu finden sein wird.

Somit sage ich nur: „Work in progress“!

Nette Grüße, euer Juli

Wie geht es nun weiter?

Eine Frage, die ich in letzter Zeit immer wieder gestellt bekomme, ist folgende: „Juli, wie geht es nun mit deinem Neuseeland-Blog weiter; kommen noch Artikel, lohnt es sich überhaupt noch, vorbeizuschauen?“ Antwort: „Ja, es geht noch weiter!“

Und natürlich lohnt es sich weiterhin vorbeizuschauen. Denn neben einem Bericht und natürlich Bildern von der welcome-Party, habe ich noch einige interessante, bisher unveröffentlichte Artikel in der Hinterhand. Zudem werde ich noch etwas über mein neues, altes Leben nun hier in good old Germany schreiben und darüber, wie es weitergehen soll.

Also, wenn der Blog in einiger Zeit down geht, lasse ich es euch wissen, aber nun geht es noch weiter (ich habe auch viel zu viel Spaß dadran gefunden, Artikel zu schreiben, anstatt das es jetzt sofort zuende sein soll 😉 )

Bleibt mir treu, es war eine tolle Zeit,

euer Juli

It’s Party-time

Juli is back – und wie!

Ohja Leute, 8 Monate vergehen doch schneller als man denkt. Da ist der eine endlich mit dem ganzen Abi-Stress durch, der andere mit dem Zivi, wieder andere kommen aus Neuseeland wieder – n guter Grund ne Party zu schmeissen!

Am kommenden Samstag, den 16.05.09 feier ich, ziemlich spontan, eine Willkommensparty  im Kuenstleratelier in Lemwerder ( nehmt die Vegesacker Faehre, das Atelier liegt auf geradem Weg 200m hinter der Faehre Lemwerder ,  nicht zu verfehlen, so um halb neun, neun Uhr rum gehts los)

Ganz locker in chilliger Atmosphaere freue ich mich riesig darauf, euch endlich wiederzusehen!

Nebenbei werden euch Beamer und Leinwand so manches Abenteuer aus meinem Leben in Neuseeland erzaehlen.

Waere toll, wenn du entweder etwas zu Essen ( Salat usw.) oder was zu trinken (jede Art von Alkohol) mitbringst und eine Kleinigkeit, bei der du denkst, dass ich sie in Neuseeland vermisst habe.

Schreib bitte kurz zurueck, so dass ich weiss, dass du die volle (Er-) kenntnis hast! 😉

Cya all mates! =)

Juli

I’m coming home

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge blicke ich in die Zukunft, die vor mir liegt.
Vor mir liegt Zivildienst, Filmemachen, Party, Zukunft planen.
Hinter mir die geilste Zeit meines Lebens.
Drehe ich mich um, sehe ich im Geiste nocheinmal alles an mir vorbeifliegen.

Die Queenstown-Party-Zeit, Jetboat-Cruisen, Herr-der-Ringe-Touren. Die Portier-Arbeit im Kingsgate-Hotel, Abenteuer in Australien, Sylvester in Sydney, groesste Filmsetaustellung der Welt in Melbourne. Walking-Tracks auf so manchen Berg und durch so manchen Dschungel, Skydiven in Taupo, der Maori-Dorf-Besuch in Rotorua, das wwoofen bei der Kiwi-Familie in Upper Hut, Bier-Brauerei und Schokoladenfabrikfuehrung in Dunedin, die Arbeit auf den Weinfeldern und Fussballturniere in Blenheim, das homegrown-Festival in Wellington, das Iron-Maiden-Konzert in Christchurch, mit den Rollenspiel-Mittelalter-Maedels nach Motueka und zur Golden Bay, der car-breakdown auf dem Weg nach Kaikoura, der Besuch des WETA-Studios in Wellington, die Kiwi-Packing-Zeit in Kati-Kati, Wiedersehensfreuden in Paihia…. und und und…

sowie die tausend und eins hamma geilen traveller, die ich auf meinen Reisen traf.

Danke. Danke euch allen, danke Neuseeland, danke Australien, danke bmovie, danke den Leuten zu Hause fuer die tolle Unterstuetzung, danke meinen Eltern und meiner sis.

Ich freue mich auf Zuhause.

Juli

Vodpod videos no longer available.

more about „I“m coming home Video – Junaldinho – …„, posted with vodpod

666 – The number of the beast

Es ist zwar schon etwas her, trotzdem moechte ich euch die Geschichte eines grossartigen Konzertes nicht vorenthalten.
Und was fuer eine. Um die Geschichte richtig zu begreifen, muss ich noch ein paar Rueckgriffe in die Vergangenheit machen.

Mein argentinischer roommate Roque, damals in Queenstown, ist einer der groessten Iron Maiden-Fans der Welt. Durch seinen Enthusiasmus angesteckt und durch die Tatsache begeistert, ihm damit einen Traum erfuellen zu koennen, schlug ich Roque vor, ein Musik-Video zu drehen, in welchem er Lippen-Synchrom das Iron-Maiden-Lied „Doctor, Doctor“ nachsingt. Das Video war ein voller Erfolg, feierte Premiere in der Kirche und in der staff accomodation.

Roque lag mir in den Armen, drueckte sich eine Traene weg und sagte, ich haette ihm seinen Traum erfuellt. Welch grossartiges Gefuehl es war, einem armen Agentinier, gefluechtet aus seiner Heimat, so ein Geschenk zu machen, welches ihn so beruehrt.

Dann machten Fernsehen und Radio publicity:
Iron Maiden kommt nach Neuseeland, zum ersten Mal wieder seit 16 Jahren! Es war keine Frage mehr, es stand fest, Roque und ich ich muessen da hin. Ich verabschiedete also meine tolle Zeit in Blenheim in den vineyards und brauste Richtung Sueden, um Roque vor dem Crown Plaza in Christchurch zu treffen. Denn dort uebernachtete Iron Maiden.

Das Konzert war… gewoehnungsbeduerftig zuerst. Heavy Metal-Konzerte bestehen zu grossen  Teilen aus kleinen, dicken, zwergenartigen Leuten mit Ziegenbaerten, welche zum Ende des Konzerts ihre T-SHirts ausziehen, um ihren Schweissduensten abzuhelfen. Hoert sich ziemlich eklig an, ist es auch. Zum Glueck waren laengst nicht alle Leute dieser  Art. Durch unsere 150 Dollar-Tickets waren wir dann wirklich ganz vorne drin. 3 Tage nach dem  Konzert konnte ich dann so langsam wieder richtig hoeren. Denn die alten Maenner auf der Buehne gaben alles. Bei „Fear of the dark“ hab ich ein richtiges Gaensehautgefuehl gespuert, das gibt es allein durch Musik nicht so oft bei mir, meist nur in Verbindung mit Film.

Nach dem Konzert brachte ich Roque mit meinem Van zu seinem Backpacker, in welchem ich durch ein Augenzwinkern des netten argentinischen Reception-Maedchens auch noch umsonst duschen konnte.

Schweren Herzens trennten sich nun wieder unsere Wege, jedoch mit dem Bewusstsein, zusammen etwas ganz Besonderes erlebt zu haben.

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